#31 Wenn Volksinitiativen Menschenrechte verletzen - und die Demokratie

Shownotes

Die direkte Demokratie braucht Spielraum – aber sie darf unverbrüchliche Menschenrechte nicht verletzen. Das stellt Helen Keller klar, sie ist Professorin für Staats- und Völkerrecht an der Universität Zürich.

Die Themen der Episode:
- Warum heute nicht jede Verletzung von Menschenrechten ein Grund ist, eine Volksinitiative für ungültig zu erklären.
- Zwingendes Völkerrecht: Welche Bedeutung etwa das Folterverbot oder  das Non-Refoulement-Prinzip bei der Zulässigkeitsprüfung haben.
- Einheit der Materie: Warum unterschiedliche Anliegen in einem Initiativtext die freie Willensbildung erschweren.
- Völkerrechtskonforme Umsetzung: Wie Konflikte zwischen Initiativtext und Menschenrechten in die Gesetzgebung verschoben werden – etwa bei der Ausschaffungsinitiative.
- «In dubio pro populo»: warum der Grundsatz «im Zweifel für das Volk» bei der Zulässigkeitsprüfung nicht gelten darf.
- Reformvorschläge: Aussagekräftigere Titel, strengere Prüfungen, eine mögliche Karenzfrist für wiederkehrende Anliegen und ein beratender Einbezug des Bundesgerichts.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.