Artikel Sieben

«Die Würde es Menschen ist zu achten und zu schützen», so lautet Artikel 7 der schweizerischen Bundesverfassung. Mit diesem Ansatz will «Artikel Sieben» die Menschenrechte dorthin rücken, wo sie hingehören: ins Zentrum, mitten ins Leben der Menschen, hier in der Schweiz. Denn es wird in der Schweiz viel zu wenig über die Menschenrechte im eigenen Land gesprochen – viele gehen davon aus, dass in der Schweiz in Sachen Menschenrechte alles zum besten steht. In «Artikel Sieben» legen wir den Finger dorthin, wo es Lücken gibt, wo Menschenrechte verletzt und zu wenig geachtet werden. Wir reden über Menschenrechte in der Schweiz, mit einem Fall pro Episode, mit einem Team von ausgewiesenen Expertinnen.

Artikel Sieben

Neueste Episoden

#28 Un droit à l’alimentation, dans la riche Suisse?

#28 Un droit à l’alimentation, dans la riche Suisse?

43m 50s

Le droit à l’alimentation n’est pas garanti pour tout le monde dans une Suisse qui peine encore à reconnaître les droits sociaux. Comme dans d’autres pays riches, de nombreuses personnes en Suisse n’ont pas accès à une alimentation choisie, saine et durable. Santé, environnement et conditions de travail sont par ailleurs fragilisés par les systèmes de production alimentaire actuels. Léa Winter, co-présidente de FIAN Suisse, présente la Caisse genevoise de l'alimentation (Calim), un mécanisme qui propose une mise en oeuvre concrète du droit à l’alimentation, inscrit dans la Constitution genevoise depuis 2023.

#27 Sexarbeit - Kriminalisierung durch die Hintertür?

#27 Sexarbeit - Kriminalisierung durch die Hintertür?

45m 36s

Nach wie vor wird in der öffentlichen Meinung Sexarbeit stigmatisiert, und es gibt Vorstösse, die auch in der Schweiz das sogenannte «Schwedische Modell» einführen wollen. Das Modell kriminalisiert die Kunden der Sexarbeitenden, führt aber zu einer allgemeinen Repression der Sexarbeit an sich, sagt Rebecca Angelini, Geschäftsleiterin von ProCoRe, dem nationalen Netwerk, das sich für die Rechte von Sexarbeiter:innen einsetzt. Die Diskussion verschleiert aber auch, sagt Rebecca Angelini, dass Sexarbeiterinnen bereits heute mit unzähligen Hürden und Hindernissen zu tun haben, im Migrationsrecht, im Sozialversicherungsrecht, bei der Gesundheitsprävention. Das, obwohl Sexarbeit in der Schweiz spätestens seit einem Bundesgerichtsurteil aus dem Jahr 2021...

#26 Die KI liegt falsch - und Menschenrechte werden verletzt

#26 Die KI liegt falsch - und Menschenrechte werden verletzt

41m 53s

Die künstlichen Intelligenzen können vieles, sie erfinden Geschichten, geben Auskünfte, organisieren das Leben, generieren Bilder. Sie können aber bei alledem auch Persönlichkeitsrechte verletzen und sie wirken manchmal direkt diskriminierend. Besonders problematisch wird das, wenn künstliche Intelligenzen von Behörden eingesetzt werden und diese KI dann falsche Auskünfte geben oder bestimmte Menschengruppen diskriminieren. Da kann sich, sagt Liliane Obrecht, Rechtswissenschaftlerin und Expertin für Fragen rund um KI, eine Behörde nicht ihrer Verantwortung entziehen. Und sie erklärt, warum.

#25 Keine Wohnung, weil Ausländer*in

#25 Keine Wohnung, weil Ausländer*in

40m 42s

Viele, allzu viele Menschen mit Migrationshintergründen machen die Erfahrung, dass sie bei der Wohnungssuche diskriminiert werden, schlicht aufgrund ihrer Herkunft. Das ist rassistisch, aber das Schweizer Recht kennt dagegen fast keine Rechtsmittel, obwohl sowohl das Recht auf Wohnung wie auch der Schutz vor rassistischen Handlungen rechtlich garantiert sind. Einmal mehr zeigt sich - der Menschenrechtsschutz in der Schweiz ist auch hier löchrig. Wie die Löcher gestopft werden könnten, zeigt die Juristin Marisa Beier auf, die sich in ihrer Forschung intensiv mit einem der fundamentalsten Sozialrechte beschäftigt hat: dem Recht auf Wohnen.